Studium Gesundheit in Berlin und Brandenburg
Forschung und Entwicklung: Pharmazie, Naturwissenschaften, Technik

Pharmazie

Fachgebiet: Arzneimittel sind sehr wichtige Hilfsmittel der medizinischen Praxis. Für eine sichere und ordnungsgemäße Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln zu sorgen, ist der gesetzliche Auftrag an die Pharmazie. Als Wissenschaft, auch Pharmazeutik genannt, verwendet sie Erkenntnisse aus Biologie, Chemie, Physik und Medizin, um Arzneimittel zu entwickeln, herzustellen, zu prüfen und aufzubewahren. Bereits seit dem 19. Jahrhundert (reichseinheitlich ab 1875) war ein Pharmaziestudium Voraussetzung zur Ausübung des Berufs eines Apothekers. Mit der verstärkten industriellen Herstellung von Arzneimitteln haben sich für Pharmazie-Absolventen weitere Berufsfelder eröffnet.

Grundständiger Studiengang: Wie die Medizin und die Zahnheilkunde wird das Studium der Pharmazie mit einem Staatsexamen abgeschlossen. Die Zulassung erfolgt über die Stiftung für Hochschulzulassung (ehemals ZVS).

Weiterführender Studiengang:
Der Fernstudiengang Clinical Trial Management vermittelt Hochschulabsolventen mit einem naturwissenschaftlichen Hintergrund interdisziplinäre Querschnittskenntnisse zu Qualitätssicherung und -management des klinischen Prüfungsprozesses zur Zulassung von Medikamenten, Behandlungsverfahren und Medizinprodukten.
Da weitere Masterstudiengänge mit einem Bezug zur Pharmazie andere Schwerpunkte haben, sind sie in anderen Abschnitten zu finden: Unter "Medizin und Zahnmedizin" finden Sie Molecular Medicine, unter "Management" sind Drug Research and Management und MBA Pharmaceutical Management aufgeführt. Pharma- und Chemietechnik ist unter "Medizintechnik" eingegliedert.

Berufsperspektiven: Neben dem Beruf des Apothekers, für den nach dem Studium noch die Erteilung der Approbation notwendig ist, kommen verschiedenste Arbeitsgebiete in Frage, insbesondere in der Apotheke, im Krankenhaus, in der Industrie, in Prüfinstitutionen, in der Bundeswehr, in der Verwaltung, an Universitäten, in Ausbildung und Unterricht sowie im Umweltschutz. Mögliche Aufgabenfelder sind beratende Tätigkeiten zu Arzneimitteln, aber auch die Beratung in der Gesundheitsförderung, die Entwicklung, Herstellung, Qualitätssicherung, Prüfung, Lagerung, Abgabe und Risikoerfassung von Arzneimitteln und die Suche nach neuen Wirkstoffen und Darreichungsformen.

Grundständiger Studiengang:
Öffnet internen Link im aktuellen FensterPharmazie (Staatsexamen), Freie Universität Berlin (ö)

Weiterführender Studiengang:
Öffnet internen Link im aktuellen FensterClinical Trial Management (M.Sc., Fernstudium, Teilzeit, weiterbildend), Beuth Hochschule für Technik (ö)

Naturwissenschaften: Medizinphysik

Fachgebiet: Sowohl in der medizinischen Diagnose als auch der Therapie werden zunehmend Technologien eingesetzt, die auf der Grundlage moderner physikalischer Erkenntnisse entstanden sind. Da sind zum einen bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomografie (MR), Positronen-Emissionstomografie (PET) zu nennen, zum anderen aber auch Nuklearmedizin und Strahlentherapie, Lasertechnik und elektronische Biosignalverarbeitung. Nicht zuletzt zählen auch die Augenoptik und die Optometrie zur Medizinphysik. Während sich die Augenoptik vorwiegend mit dem Einzelauge als optischem Instrument beschäftigt sowie der Ermittlung, Anpassung und Anfertigung optischer Hilfsmittel und Korrekturen (Brillen, Kontaktlinsen), legt die Optometrie ihren Schwerpunkt auf das beidäugige Sehen sowie die Messung und Beurteilung zahlreicher Sehfunktionen.

Grundständige Studiengänge: Im Studiengang Physikalische Technik / Medizinphysik lernen Sie alle wichtigen Anwendungen der Physik im medizinisch-technischen Umfeld kennen. Schwerpunkte sind dabei bildgebende Verfahren (s. o.) und die Anwendung ionisierender Strahlung in Strahlentherapie und Nuklearmedizin. Augenoptik/Optometrie vermittelt sowohl die Kenntnisse vom Auge als optischem Instrument und von der Korrektur der Fehlsichtigkeit als auch das Messen und Beurteilen von Sehfunktionen in wissenschaftlicher Forschung und klinischer Praxis. Zugangsvoraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung zum/zur Augenoptiker/-in. Beide Studiengänge können mit einem konsekutiven Masterstudiengang fortgesetzt werden.

Weiterführende Studiengänge: Die konsekutiven Masterstudiengänge Physikalische Technik / Medizinphysik und Augenoptik/Optometrie vertiefen die Kenntnisse der gleichnamigen Bachelorstudiengänge und bieten weitere Spezialisierungen an. Ein weiteres Angebot ist der weiterbildende Masterstudiengang Clinical Optometry, den die Beuth Hochschule für Technik Berlin in Kooperation mit dem Pennsylvania College of Optometry - Salus University (PCO-SU) anbietet. Ziel des Studiengangs ist das ECOO (European Council of Optometry) Europa-Diplom in Optometrie, mit dem Sie überall in der EU Optometrie praktizieren dürfen.

Berufsperspektiven: Medizinphysiker können im klinischen Bereich als Partner des Arztes beispielsweise die Bestrahlungspläne in der Strahlentherapie berechnen oder zum Strahlenschutzbeauftragten bestellt werden. Im Land Berlin ist die Berufsbezeichnung "Medizinphysiker" geschützt. Das Studium der Augenoptik/Optometrie bereitet Sie auf eine anspruchsvolle und vielfältige Berufsausübung vor, in der der Umgang mit Menschen ebenso wichtig ist wie biomedizinische und technische Aspekte. Der Bachelorabschluss berechtigt Sie zur selbstständigen Ausübung des Berufs Augenoptiker in Deutschland (Eintragung in die Handwerksrolle und Berechtigung zur Ausbildung von Lehrlingen). Die Masterstudiengänge bieten als weitere Berufsperspektive die wissenschaftliche Forschung an.

Grundständige Studiengänge:
Öffnet internen Link im aktuellen FensterAugenoptik/Optometrie (B.Sc.), Beuth Hochschule für Technik (ö)
Öffnet internen Link im aktuellen FensterPhysikalische Technik / Medizinphysik (B.Eng.), Beuth Hochschule für Technik (ö)

Weiterführende Studiengänge:
Öffnet internen Link im aktuellen FensterAugenoptik/Optometrie (M.Sc., konsekutiv), Beuth Hochschule für Technik (ö)
Öffnet internen Link im aktuellen FensterClinical Optometry (M.Sc., weiterbildend), Beuth Hochschule für Technik (ö)
Öffnet internen Link im aktuellen FensterPhysikalische Technik / Medizinphysik (M.Eng., konsekutiv), Beuth Hochschule für Technik (ö)

 

Biochemie

Fachgebiet: Die Biochemie befasst sich mit den chemischen Vorgängen in Lebewesen, dem Stoffwechsel. Sie ist damit im Grenzbereich von Biologie, Chemie und Medizin angesiedelt. Schwerpunkte der Forschung sind im Allgemeinen Proteine, Lipide (Fette), Kohlenhydrate und Nukleinsäuren, die meist als  "Biomoleküle" zusammengefasst werden. Als Fachgebiet ist die Biochemie eng mit der Genetik und der Zellbiologie verbunden. Im Hinblick auf die Medizin sind biochemische Erkenntnisse wichtig, um wirksame Arzneimittel zu entwickeln, aber auch, um den physiologischen Wert von Nahrungsmitteln zu ermitteln oder die Giftigkeit einzelner Substanzen einschätzen zu können.

Grundständige Studiengänge: Der Bachelorstudiengang Ernährungswissenschaft vermittelt naturwissenschaftliche Methoden zur Untersuchung der Vorgänge bei der Ernährung, insbesondere hinsichtlich Verdauung und Stoffwechsel und deren Bezug zur Entstehung von Krankheiten. Im Gegensatz zur Ökotrophologie (Haushalts- und Ernährungswissenschaft) sind psychosoziologische und ökonomische Fragen nicht Inhalte des Studiums.

Der Studiengang Biochemie an der FU Berlin ist wegen geringer Nähe zu medizinischer Thematik in der Liste "Weitere Studienangebote mit Gesundheitsbezug" aufgeführt.

Weiterführende Studiengänge: Der Masterstudiengang Ernährungswissenschaft wird konsekutiv zum entsprechenden Bachelorstudiengang angeboten und bereitet insbesondere auf das wissenschaftliche Arbeiten auf diesem Gebiet vor. Biochemie und Molekularbiologie ist konsekutiv zum Studium der Biowissenschaften (an der Uni Potsdam) und legt ebenfalls seinen Schwerpunkt auf die Forschung, wobei eine enge Zusammenarbeit mit mehreren Forschungsinstituten besteht. Der weiterbildende Masterstudiengang Toxikologie wiederum befasst sich mit den schädlichen Wirkungen chemischer Stoffe auf Lebewesen. Insbesondere geht es darum, Schadwirkungen von Substanzen zu erkennen und zu beschreiben.

Aspekte der Molekularbiologie beinhaltet auch der Studiengang Molecular Medicine, der unter "Medizin und Zahnheilkunde" aufgeführt ist.

Berufsperspektiven:
Ernährungswissenschaftler arbeiten in der Industrie, in den Medien, in der Erwachsenenbildung, in  internationalen Organisationen oder der Verwaltung sowie im Bereich der Gesundheitsvor- und -nachsorge. Mit dem Masterabschluss stehen zusätzlich Tätigkeiten in Forschungseinrichtungen, der industriellen Forschung sowie in Lehre und Ausbildung offen. Auch die weiteren Masterstudiengänge qualifizieren Sie für Forschungs- und Entwicklungsaufgaben in wissenschaftlichen Einrichtungen wie auch in der chemisch-pharmazeutischen Industrie oder in Behörden.

Grundständiger Studiengang:
Öffnet internen Link im aktuellen FensterErnährungswissenschaft (B.Sc.), Universität Potsdam (ö)

Weiterführende Studiengänge:
Öffnet internen Link im aktuellen FensterBiochemie und Molekularbiologie (M.Sc., konsekutiv), Universität Potsdam (ö)
Öffnet internen Link im aktuellen FensterErnährungswissenschaft (M.Sc., konsekutiv), Universität Potsdam (ö)
Öffnet internen Link im aktuellen FensterToxikologie (M.Sc., weiterbildend), Charité (ö)

 

Technik: Medizintechnik

Fachgebiet: Medizinische Apparate sind ohne ingenieurwissenschaftliches Wissen nicht denkbar. Wenn beispielsweise die Physik die theoretischen Grundlagen für bildgebende Verfahren bereitstellt, so müssen Ingenieure aus der prinzipiellen Idee eine Maschine entwickeln und konstruieren. Das Spektrum der Medizintechnik reicht von mikroprozessorgesteuerten Arm- oder Bein-Prothesen über die Verarbeitung von Biosignalen und anderen informationstechnischen Anwendungen bis hin zur Pharma- und Chemietechnik. In allen Fällen geht es um die besondere Herausforderung, hochpräzise und sichere Technik für die medizinische Anwendung zur Verfügung zu stellen. Zur Medizintechnik werden an dieser Stelle auch alle Bereiche der Informatik gezählt, die speziell auf die Anwendung im Gesundheitswesen ausgerichtet sind.

Grundständige Studiengänge: Wie die Medizintechnik selbst sind auch die Studiengänge interdisziplinär angelegt: Beim Studiengang Bioinformatik gehören Molekularbiologie, Chemie, Biochemie und Physiologie ebenso zum Lehrstoff wie Mathematik und Informatik. Da in modernen Klinken und Laboren fast alle Abläufe elektronisch unterstützt werden, sind die Anwendungen der Medizininformatik breit gefächert; neben Informatik-Grundlagenwissen, das jederzeit eine solide Basis bildet, lernen Sie konkrete Werkzeuge, Programme und Systeme kennen und sind so beim zukünftigen Arbeitgeber direkt einsetzbar. Ausgehend von medizinischen und technischen Grundkenntnissen werden Sie im Studiengang Medizintechnik befähigt,  wissenschaftliche Erkenntnisse und ingenieurmäßige Methoden anzuwenden, um praxisgerechte Problemlösungen auf dem Gebiet der Medizin- und Rehabilitationstechnik zu erarbeiten. Der praxisnahe und anwendungsorientierte Studiengang Pharma- und Chemietechnik integriert aktuelle Anforderungen und Entwicklungen der pharmazeutischen und chemischen Industrie sowie verwandter Branchen. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Herzzentrum wird der Studiengang Cardiovascular Perfusion durchgeführt, der Sie für die weltweite Tätigkeit im Bereich klinischer Kardiotechniker (Clinical Cardiovascular Perfusionist) und für Führungs- und Forschungsaufgaben im klinischen und medizinisch-technischen Umfeld qualifiziert.

Weiterführende Studiengänge: Der konsekutive Masterstudiengang Bioinformatik der FU Berlin vertieft den gleichnamigen Bachelorstudiengang; die Auswertung von biologischen Massendaten ist ein zentraler Bestandteil des Angebots. Der Bioinformatik-Master der Uni Potsdam ist ein forschungsorientierter Studiengang mit einem Fokus auf der Integration molekularbiologischer Daten und der Modellierung komplexer biologischer Systeme sowie dem Zusammenspiel von Ernährung und Erbinformationen. Biomedizinische Technik ist konsekutiv zum Maschinenbau-Studium und ähnlichen Richtungen und bietet die Studienrichtungen Medizintechnik, Rehabilitationstechnik sowie Arbeitswissenschaft/Ergonomie im Gesundheitswesen an. Pharma- und Chemietechnik schließt sich an den Bachelorstudiengang gleichen Namens an und ergänzt die ingenieurwissenschaftlichen Kenntnisse um theoretisches Wissen. Medizinische Informatik ist ein Fernstudiengang, den Sie in Teilzeit berufsbegleitend studieren können. Er richtet sich in erster Linie an Mediziner, kann aber auch für Informatiker zur Spezialisierung genutzt werden. Social, Cognitive and Affective Neuroscience befasst sich mit den neurokog-nitiven Grundlagen von Erleben und Verhalten und setzt die Schwerpunkte auf Experimente mit Hilfe bildgebender Verfahren, Auswertung experimenteller Daten und Computermodellierung. Auch Computational Neuroscience verbindet neurologische Experimente mit der Analyse von Daten und Computersimulationen. Mit dem Fernstudiengang Ambient Assisted Living bietet die HTW Berlin ab dem Wintersemester 2013 eine Weiterqualifizierung im Bereich interdisziplinäre Produktentwicklung an. Das Masterprogramm zielt auf die Entwicklung, Umsetzung und Platzierung von altersgerechten Produkten und Assistenzsystemen, die das Leben der Menschen einfacher machen.

Berufsperspektiven: Bioinformatiker können im Pharma- und Medizinsektor, bei Biotechnologieunternehmen, in der Automatisierungstechnik, der Mikroelektronik-Industrie und weiteren Branchen tätig werden. Neben der Pflege von Datenbanken können sie auch Softwaresysteme entwickeln oder im Projektmanagement tätig werden. Auch wenn der Wirkungskreis etwas spezifischer ist, bieten sich Medizininformatikern ebenfalls zahlreiche Einsatzmöglichkeiten wie die IT-Abteilung von Krankenhäusern oder Krankenkassen, pharmazeutische und medizintechnische Unternehmen, die Hard- und Software-Branche oder Forschung und Lehre. Außer der Entwicklung und Konstruktion von medizintechnischen Produkten, Rehabilitationsmitteln und anderen Feingeräten sind die Konzipierung der technischen Ausstattung von Patienten- und Therapieräumen oder die Qualitätssicherung mögliche Arbeitsgebiete. Medizintechnische Studienabschlüsse qualifizieren Sie auch für vielfältige Aufgaben im öffentlichen Dienst wie dem Ausbildungssektor (inklusive Hochschulen), Bundesanstalten und Großforschungseinrichtungen, Aufsichts- und Genehmigungsbehörden, Patentämter und Informationswesen sowie Internationale Organisationen (z. B. EU). Für leitende Tätigkeiten oder eine Beschäftigung in Forschung und Lehre ist in der Regel ein Masterabschluss und ggf. die Promotion Voraussetzung.

Grundständige Studiengänge:
Öffnet internen Link im aktuellen FensterBioinformatik (B.Sc.), Freie Universität Berlin (ö)
Öffnet internen Link im aktuellen FensterCardiovascular Perfusion (B.Sc., dual, inberuflich), Steinbeis-Hochschule Berlin (p)
Öffnet internen Link im aktuellen FensterMedizininformatik (B.Sc.), Fachhochschule Brandenburg (ö)
Öffnet internen Link im aktuellen FensterMedizintechnik (B.Eng.), Hochschule Lausitz (ö)
Öffnet internen Link im aktuellen FensterPharma- und Chemietechnik (B.Eng.), Beuth Hochschule für Technik (ö)

Weiterführende Studiengänge:
Öffnet internen Link im aktuellen FensterAmbient Assisted Living (MAAL)
Öffnet internen Link im aktuellen FensterBioinformatik (M.Sc., konsekutiv), Freie Universität Berlin (ö)
Öffnet internen Link im aktuellen FensterBioinformatik (M.Sc., konsekutiv), Universität Potsdam (ö)
Öffnet internen Link im aktuellen FensterBiomedizinische Technik (M.Sc., konsekutiv), Technische Universität Berlin (ö)
Öffnet internen Link im aktuellen FensterComputational Neuroscience (M.Sc., consecutive) , Technische Universität Berlin (ö) / Humboldt-Universität zu Berlin (ö)
Öffnet internen Link im aktuellen FensterMedizinische Informatik (M.Sc., Fernstudium, Teilzeit, weiterbildend), Beuth Hochschule für Technik (ö)
Öffnet internen Link im aktuellen FensterPharma- und Chemietechnik (M.Sc., konsekutiv), Beuth Hochschule für Technik (ö)
Öffnet internen Link im aktuellen FensterSocial, Cognitive and Affective Neuroscience (M.Sc., konsekutiv), Freie Universität Berlin (ö)

 

Biotechnologie

Fachgebiet: Die Anfänge der Biotechnologie sind Jahrtausende alt, nämlich die Herstellung von Wein, Bier, Käse und anderen Lebensmitteln mit Hilfe biologischer Prozesse. Die moderne Biotechnologie macht Stoffumwandlungen durch solche Prozesse in technischen Anwendungen nutzbar. Dazu werden in der Regel Mikroorganismen (Bakterien, Hefen, Pilze) oder aus ihnen isolierte Enzyme (Biokatalysatoren) verwendet. Die Verfahren werden in der pharmazeutischen und chemischen Industrie angewandt, aber auch der Betrieb von Kläranlagen ist ohne den Einsatz optimierter biologischer Prozesse nicht denkbar. Die medizinische Biotechnologie entwickelt Arzneimittel, Impfstoffe und Diagnostika, sie befasst sich mit Modellorganismen aus dem Tierreich, die für die Entwicklung neuer Medikamente benötigt werden, und produziert Wirkstoffe durch genetisch veränderte Organismen. Die Gentechnik, bei der gezielte Eingriffe in das Erbgut und damit in die biochemischen Steuerungsvorgänge von Lebewesen vorgenommen werden, spielt eine immer größere Rolle in der Biotechnologie.

Grundständige Studiengänge: In Berlin und Brandenburg haben Sie drei Studiengänge mit dem Namen Biotechnologie zur Auswahl: Das Studium an der Beuth Hochschule für Technik Berlin vermittelt neben der Theorie eine intensive praktische Ausbildung. Auch an der TU Berlin werden Sie neben der Vermittlung von Fachwissen mit dem Arbeiten in Laboren vertraut gemacht; in diesem Teil des Studiums absolvieren Sie Module wie Biochemie und Genetik. An der Hochschule Lausitz können die praktischen Studienbestandteile in verschiedenen Teilen der Welt absolviert werden. Neben diesen Angeboten bietet auch der Studiengang Biosystemtechnik/Bioinformatik biotechnologische Inhalte. Aufbauend auf dem immer besseren Strukturverständnis von komplexen Biomolekülen steht die Nutzung dieser Moleküle für die Analytik als Messsysteme, für künstliche Organe und Gewebeersatz, für pharmazeutische Wirkstoffe sowie für die Informationsspeicherung im Vordergrund.

Weiterführende Studiengänge: Mit Ausnahme des Biotechnologie-Studiums an der TU Berlin können die genannten Bachelorstudiengänge in konsekutiven Masterprogrammen gleichen Namens fortgesetzt werden, wobei das Angebot der Hochschule Lausitz ausdrücklich ein internationaler Studiengang ist. Letzterer bietet ein laborbasiertes und forschungsorientiertes Ausbildungsprogramm. Der Biotechnologie-Master an der Beuth Hochschule gibt Ihnen nach der Vertiefung des Wissens aus dem Bachelorstudiengang mit einem Forschungsprojekt und der Masterarbeit viel Raum für das eigenständige wissenschaftliche Arbeiten. Schwerpunkte der Ausbildung im Masterstudiengang Biosystemtechnik/Bioinformatik sind die Konstruktion und Entwicklung von Biohybridsystemen, bioanalytischen Bauelementen, die Gewinnung analytischer Daten sowie die Datenauswertung und -analyse.

Berufsperspektiven: Mit einem Biotechnologie-Studium werden Sie hauptsächlich in Laboren oder in der Steuerung von technischen Anlagen arbeiten. Ihre potenziellen Tätigkeiten werden in dem Bereich der Forschung und Entwicklung oder der Produktion angesiedelt sein. Vielfach sind es kleinere und mittelständische Biotechnologie-Unternehmen, die Arbeitskräfte mit möglichst vielseitigem Einsatzprofil suchen. Die entsprechenden Masterstudiengänge qualifizieren Sie für Tätigkeiten in Forschung und Entwicklung sowie für Führungspositionen in Industrie und Behörden.

Grundständige Studiengänge:
Öffnet internen Link im aktuellen FensterBiosystemtechnik/Bioinformatik (B.Sc.), Technische Hochschule Wildau (ö)
Öffnet internen Link im aktuellen FensterBiotechnologie (B.Sc.), Beuth Hochschule für Technik (ö)
Öffnet internen Link im aktuellen FensterBiotechnologie (B.Sc.), Hochschule Lausitz (ö)
Öffnet internen Link im aktuellen FensterBiotechnologie (B.Sc.), Technische Universität Berlin (ö)

Weiterführende Studiengänge:
Öffnet internen Link im aktuellen FensterBiosystemtechnik/Bioinformatik (M.Sc., konsekutiv), Technische Hochschule Wildau (ö)
Öffnet internen Link im aktuellen FensterBiotechnologie (M.Sc., konsekutiv), Beuth Hochschule für Technik (ö)
Öffnet internen Link im aktuellen FensterBiotechnology (M.Sc., consecutive), Hochschule Lausitz (ö)

 

Grundständige Studiengänge

Weiterführende Studiengänge